Late Talker - wann therapieren?

14. September 2009

 

Ihr Kind ist 2 Jahre, spielt auf dem Spielplatz, rutscht, klettert, buddelt, backt und springt herum - nur sprechen will es nicht.


Late Talker (Späte Sprecher) sind in allen Bereichen normal entwickelt. Sie hören gut. Allein das Verstehen und Sprechen von Worten ist verlangsamt und reduziert. Mit 24 Monaten umfasst ihr Wortschatz weniger als 50 Wörter. Wortkombinationen wie „Papa weg“ oder „Mama mehr“ fehlen ganz. Die gesprochenen Worte weisen oft Lautentstellungen auf und werden nur von nahen Bezugspersonen verstanden.


Bis zum dritten Geburtstag können viele Late Talker ihren Rückstand aufholen. Gelingt dies nicht, haben die Kinder eine spezifische Sprachentwicklungsstörung. Dieses Störungsbild wird vom Kinderarzt diagnostiziert. Die Kinder erhalten dann eine logopädische Therapie.


Diagnostische Verfahren erlauben es, den rezeptiven und produktiven Wortschatz in den ersten zwei Lebensjahren zu ermitteln. Sie geben Aufschluß über die Wahrscheinlichkeit einer Sprachentwicklungsstörung.


Die Notwendigkeit eines Therapiebeginns unter 3 Jahren ist umstritten. Einerseits scheint eine frühe Behandlung ab dem 2. Jahr bei einem Kind, das sich als Spätzünder erweist, unnötig. Wird dagegen ein Kind mit spezfischer Spracherwerbsstörung erst nach dem 3. Geburtstag logopädisch behandelt, ist bereits wichtige Zeit verloren gegangen.

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Weiterführende Links:


  1. ‣Schlesiger, Frühintervention

  2. ‣Late-Talker-Projekt

  3. ‣Frühe Sprach-intervention mit Eltern

 
 

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